Der „Ziad“-Erlass: Wenn die digitale Schulbank quietscht – Ein humorvoller Leitfaden durch den neuen Bildungs-Dschungel

Published on February 27, 2026

Der „Ziad“-Erlass: Wenn die digitale Schulbank quietscht – Ein humorvoller Leitfaden durch den neuen Bildungs-Dschungel

Policy-Hintergrund: Warum plötzlich alle über „Ziad“ reden

Stellen Sie sich vor, die deutsche Bildungspolitik wäre ein großes, etwas schwerfälliges Schiff. Jahrelang dümpelte es gemächlich auf den Wellen von Kreide, Tafel und Papierheften. Dann kam der digitale Tsunami namens „Ziad“ (Zukunftsorientierte Integrierte Ausbildungs-Digitalisierung) und sagte: „Leute, wir brauchen nicht nur ein neues Segel, sondern einen komplett neuen Antrieb!“ Der Hintergrund ist so klar wie eine vollgeschriebene Tafel nach dem Unterricht: Die Pandemie hat gezeigt, dass unser Bildungssystem im Digitalen manchmal so agil war wie ein Bleistift ohne Spitzer. Das Ziel von „Ziad“? Schulen, Hochschulen und Bildungsträger nicht nur mit Hardware zu überschütten, sondern eine echte Kultur des digitalen Lernens zu etablieren – von der Cloud bis zum Klassenchat, alles soll endlich nahtlos funktionieren.

Kernpunkte: Was steht eigentlich in diesem digitalen „Kleingedruckten“?

Der Erlass ist wie ein gut bestücktes Werkzeugkasten für die Bildung der Zukunft. Hier die wichtigsten Werkzeuge:

  • Die „Einheits-Cloud“ für alle: Statt 16 verschiedener Lösungen für 16 Bundesländer soll es eine sichere, datenschutzkonforme Bildungscloud geben. Stellen Sie sich vor, Sie müssten nicht mehr zwischen fünf verschiedenen Logins und Passwörtern wechseln, um eine Hausaufgabe herunterzuladen. Revolutionär!
  • Lehrer als Digital-Helden: Es gibt verbindliche Fortbildungsmodule. Aus dem „Ich-drücke-aus-Versehen-auf-Ausloggen“-Lehrer soll ein souveräner Moderator digitaler Lernräume werden. Das Ziel: Die Pädagogen sollen die Technik beherrschen und nicht umgekehrt.
  • Open Educational Resources (OER) auf der Überholspur: Der Staat fördert die Erstellung und Nutzung frei zugänglicher Lehr- und Lernmaterialien. Das heißt: Endlich weniger verpixelte, urheberrechtlich fragwürdige PDF-Scans aus dem Jahr 2005!
  • Plattform-Regulierung: Anbieter von Bildungssoftware müssen strenge Standards zu Datensicherheit, Barrierefreiheit und Interoperabilität (ein großes Wort für „miteinander reden können“) erfüllen. Der Wildwest-Zustand im EdTech-Markt soll beendet werden.

Auswirkungsanalyse: Wer gewinnt, wer muss schnüffeln?

Wer ist betroffen? Eigentlich alle. So wie bei einem neuen Gruppenspiel in der Schulpause.

  • Für Schüler & Studierende: Die „Digital Natives“ atmen auf. Endlich passen die Werkzeuge zu ihrer Lebensrealität. Der Zugang zu Wissen wird vereinheitlicht und – hoffentlich – gerechter. Der Haken? Nicht jeder hat zu Hause das schnelle Internet oder die ruhige Ecke. Die digitale Kluft bleibt eine Herausforderung.
  • Für Lehrkräfte: Hier ist es gemischt. Die einen sehen die Chance, endlich modern und kreativ zu unterrichten. Die anderen fühlen sich wie in einem Boot, das plötzlich zum Raumschiff umgebaut wird – spannend, aber auch überwältigend. Mehr Workload durch Fortbildung ist zunächst garantiert.
  • Für Schulen & Hochschulen: Sie bekommen klare Vorgaben und (teilweise) Geld. Aber sie müssen jetzt auch liefern: IT-Betreuung organisieren, Konzepte schreiben. Die Schulleitung wird zum Projektmanager für die digitale Transformation.
  • Für EdTech-Unternehmen: Das große Aufräumen! Kleine, innovative Anbieter mit guten, standardkonformen Lösungen haben eine Chance. Große Plattformen, die bisher ihre eigenen abgeschotteten Gärten pflegten, müssen sich öffnen. Der Markt wird anspruchsvoller und wettbewerbsorientierter.
  • Für Eltern: Weniger Chaos mit verschiedenen Plattformen, mehr Transparenz. Dafür vielleicht mehr Druck, die heimische IT-Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. Der Küchentisch wird zum multifunktionalen Homeoffice-Homeschooling-Hybrid.

Fazit & Tipps: Wie man nicht im digitalen Matsch stecken bleibt

Der Wechsel von der Kreidezeit zur Cloud-Ära ist wie der Umstieg vom Fahrrad auf ein E-Scooter: am Anfang wackelig, dann aber oft effizienter und mit mehr Wind im (digitalen) Haar. Hier sind drei überlebenswichtige Tipps für alle Beteiligten:

  1. Gelassen bleiben und loslegen: Niemand erwartet, dass Sie über Nacht zum IT-Guru werden. Nutzen Sie die angebotenen Fortbildungen – auch wenn sie erstmal wie eine zusätzliche Stunde Nachsitzen wirken.
  2. Gemeinsam stark sein: Tauschen Sie sich im Kollegium oder mit anderen Eltern aus. Welche App funktioniert gut? Wo hakt es? Teilen Sie Ihr Wissen – das Rad muss nicht 1000 Mal neu erfunden werden.
  3. Den Menschen nicht vergessen: „Ziad“ ist ein Werkzeugkasten, kein Ersatz für guten Unterricht. Das beste digitale Whiteboard macht keinen Spaß, wenn dahinter kein engagierter Lehrer steht. Die Pädagogik führt, die Technik assistiert. Merken Sie sich das wie Ihren eigenen Namen!

„Ziad“ ist kein fertiges Haus, sondern eine Baustelle mit einem sehr guten Bauplan. Es wird stauben, es wird lärmen, und manchmal wird man sich nach der guten alten Kreide sehnen. Aber am Ende steht hoffentlich ein modernes, offenes und funktionierendes Bildungshaus, in dem alle lernen können – ob mit Tablet, Laptop oder, zur Not, auch mal mit einem Stück Papier.

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